23.04.2004:

Jeder kennt das. Spätestens seit Nick Hornbys „High Fidelity“ ist einem die Bedeutung einer selbst aufgenommenen Kassette bewusst geworden. Liebevoll zusammengesuchte Songs aus allen Genres und Zeiten, die allesamt nur den einen Zweck zu erfüllen haben: Dem Kassettenempfänger soll auf mal mehr, mal weniger direkte Art und Weise die Gefühle des Kassettenaufnehmers vermittelt werden.
Jeder einzelne Song hat seine Wichtigkeit, ob es nun zwei Zeilen, der ganze Text oder die Atmosphäre des Liedes ist. Oh, und die Reihenfolge darf auch niemals dem Zufall überlassen werden, da werden Fragen gestellt, Antworten gegeben, Spannungen aufgebaut und Herzen ausgeschüttet … und wenn das Tape dann zu Ende ist, gibt´s nur noch eins … von vorne hören und endlich hemmungslos knutschen, was das Zeug hält.
Da es selbstverständlich keiner Diskussion bedarf, ob so eine Kassette oder eine gebrannte CD mehr Seele hat… wer verliebt ist und sich persönlich offenbaren will, der geht jetzt mal ran ans Tapedeck. 

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