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  www.beatzundkekse.de    beatz    dr. nacht rezensiert    archiv    februar 2006  
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platten im februar:

V.A. - Funky Plüsch Compiled by Gärtner der Lüste (ChinChin/Nova MD) „Funky Plüsch“ ... wie das schon klingt ... von wem? DJ Gärtner der Lüste? Hmmm ... mir macht so etwas schon Probleme, so ein Titel. Wahrscheinlich verstehe ich schon, was Ralf Ilgner aka DJ Gärtner der Lüste damit meint, aber sorry, das verletzt meine Grenzen des guten Geschmacks. Das klingt für mich nach Ally McBeal, Generation Golf, After Work Party, BWL und Grundschullehramt. Und es klingt auch so. Sehr gefällig, zu gefällig, langweilig. Hier in die Kiste greifen, da was ausbuddeln undsoweiter. Ähnlich geht es mir mit dem DJ-Namen. Da steckt natürlich auch eine gute Absicht hinter und eine Inspiration, nämlich ein dreiteiliges Altarbild von Hieronymus Bosch: „Der Garten der Lüste“. Dabei hat er aber leider vergessen den Stechapfeltee bei Betrachtung des Bildes zu trinken ... p.s.: Der rechte Flügel des Bildes heißt „musikalische Hölle“. Anspieltipps: Rodney Hunter - Electric Lady, Parov Stelar - Kisskiss

 

B. Fleischmann - The Humbucking Coil (Morr Musik/Indigo/Hausmusik) Ein melancholischer Trip, auf den uns Bernhard Fleischmann nimmt, getragen von E-Gitarre, Roland 505, Vibrafon und gelegentlich von Christof Kurzmanns Stimme. Ein durch und durch elektronischer Produktionsprozess, der jedoch so viel Wärme und Soul ausstrahlt, dass man sich dem schwer entziehen kann. Euphorischer Zeitlupen-Pop, ambientös arrangiert, ambitioniert und absolut anmutig. Ein bisschen Weltschmerz über Kopfhörer kann ich nur empfehlen.










Voom Voom - All I Need (!K7/G-Stone) VoomVoom sind wieder da! 3 Dancefloor-Bomben haben sie in den letzten Jahren schon gezündet, nun geht es endlich weiter. „All I Need“ macht damit konsequent weiter, womit„Baby3“ endete. Geschwindigkeit, Lust und Energie. Der Titel-Track schwingt an mit Streichern, die dann brachial von Beat, Gitarren und Synthie überholt werden. „Sao Verought“ hingegen kommt deep daher. Ein House-Track umspült von warmen Flächen und sexy Groove. „All I Need“ ist der Auftakt einer 4teiligen EP-Reihe, die letztlich das Debut-Album der Kruder-Fauna Flash Connection bilden, welches dann Ende April auch als eine komplette CD erscheint.



Roy Ayers - Virgin Ubiquity Remixedy (BBE/Rapster Records/Rough Trade) Zu den Größten des Jazz-Funk im 20. Jahrhundert gehört zweifelsohne Roy Ayers. Eine lebende Legende, der trotz seiner 65 Jahre nicht daran denkt in Rente zu gehen. Im Gegenteil, er schafft es die besten aus der aktuellen Club-Szene zu versammeln, damit sie Tracks seiner aktuellen CD/LP „Virgin Ubiquity“ remixen. Ein Clash der Generationen, gegenseitige Ehrerbietung mit großartigen Ergebnissen. Wie z.B. der Drum’nBass-Remix von DJ Marky & XRS. Energetisch, spannend, aber voller Soul. Oder der hippe Basement Jack Mix. Oder der Remixe die nicht nur auf der Tanzfläche funktionieren, sondern sich auch wunderbar auf der Heimanlage machen.

 

Exillon - The Keening Dithers (Ad Noiseam/SXD Distribution) Tiefster Winter, Januar-Depressionen, mehr Regen als Schnee und der Frühling lässt noch lange auf sich warten... Das ist bei vielen Alben dieser Tage ähnlich, das Feeling. Auch bei Exillons „The Keening Dithers“: Experimentelles elektronisches Songwriting, emotional und beeindruckend. Jay Fields schafft es feine Melodien so permanent zu zerhacken und durch den Elektrofleischwolf zu drehen, dass es kompositorisch großen Eindruck hinterlässt, vor allem wenn er das Tempo etwas reduziert. Bei den ultra-gehackten Stellen ist allerdings die Nähe zu Aphex Twin überdeutlich und verliert gegen das Original.










Burnt Friedmann & Jaki Liebezeit - Secret Rhythms 2 (Nonplace/Groove Attack) Dem allgegenwärtigen 4/4 Takt wenden sich Friedmann und Liebezeit ab, um in ursprünglichen Kulturen andere Beat-Muster zu entdecken und zu verarbeiten. Eine sparsame, aber dennoch akzentuierte Instrumentierung (Gitarre, Drums, Klarinette, Vibrafon und ein paar Effekte) entwickelt 8 satte Kurztrips, die in ihrer Komplexität den Atem rauben. Mit all ihrer gigantischen Erfahrung und dem Händchen für jeden zu platzierenden Ton entsteht eine Weltreise durch Ambient-Soundkollagen und stimmige Song-Epen. Respekt, manche verlernen es nie.



Stereo Total - Discoteque (Disko B) Ein tiefer Griff in die übersprudelnde Remix-Schatzkammer des „Do The Bambi“-Albums. Wahrlich ein guter Griff, schaffen es doch viele der Remixer den eigenen Humor von Francoise und Brezel in ihren Tracks zu erhalten oder gar zu akzentuieren. Das Oberthema, der Titel lässt es erahnen, ist ein Besuch in der Disco und bis auf zwei Tracks („Bad news from the Stars“ & „Das erste Mal“ von Mad Professor) wird hier mächtig auf die 4/4-Pauke gehauen. Als ob man sich gegenseitig mit den BPM übertreffen wollte. Zu meinen Favoriten gehören „Das erste Mal“ von Justus Köhncke (feiner Discodurchmarsch auf den leisen Sohlen), „Mars Rendevous“ von Jacno (Ein Axel F.-Knightrider-Rockabilly-Monster), aber auch der 4teilige Dub Trip von Mad Professor, der als Album-Abschluss das Tempo geschickt drosselt und für Entspannung sorgt, nach diesem phasenweise etwas wirrem Disco-Besuch.

 

Microsillon - Some Flavoured Pearls (AusfahrtRec./Soulfood) Das Projekt von DJ und Gitarrist Mr Wong und des Drummers Le Poulpe bewegt sich in den Abgründen des Lounge/TripHop Genres mit Ansätzen von Bossa und vom Easy Listening der 60er jahre. „Some Flavoured Pearls“ wird uns als ‚fesselndes Highlight’ verkauft, leider entspricht das nicht meiner Meinung. Die Musik, die im ersten Moment noch charmant ins Ohr schleicht, entpuppt sich als klischeebeladene und laaangweilige Lounge-Einheitssuppe, so unoriginell wie die Namen der beiden Franzosen. Es ist wohl der Zug auf den man aufspringen möchte, doch der ist doch schon vor Jahren abgefahren, oder?











Prefuse 73 - Security Screenings (Warp Records/Roughtrade) Das neue Album „Security Screenings“ ist eine sehr interessante Momentaufnahme von Scott Herren aka Prefuse 73. Es ist im letzten Jahr entstanden, quasi als Live-Schnitt der Zeit zwischen Tour, PR-Terminen und der eigentlichen Studio-Arbeit. 17 Tracks in 40 Minuten spiegeln gut die Hektik wieder, die solche Tage mit sich ziehen. Diverse Tempo-Wechsel, Rhythmus-Brüche untermauern das. Dabei weiß er aber exakt wo welcher Ton hinzugehören hat, es klingt bei allem Gezerre und Gefiepe schon sehr gut inszeniert. Eigentlich keine reguläre Platte, sondern der Übergang von der letzten Platte „Surrounded By Silence“ zum kommenden Album. Wenn doch mehr Menschen solche Platten mal eben aus dem Ärmel schütten könnten ...

 

EDU K feat. Deize Tigrona - Sex-O-Matic (Man Recordings/MDM) Der Brasilianer EDU K präsentiert mit „ Sex-O-Matic“ seine zweite 12“ auf Man Recordings, ein Track vom im März erscheinendem Album „Frenetiko“. Der Track hält was der Titel verspricht. Ein NuBreaks-Sex-Discomonster mit der tighten Deize Tigrona, einer der weiblichen Top MCs von Rio. Ihre Stimme versprüht Energie und Funk und rundet den Dancefloor-Kracher ab. 4 weitere Mixe sind auf dem Vinyl zu finden. Solid Groove verwandelt den Track in eine ravendes Minimal-TechnoUngeheuer, DJ Mavi & DJ Sany – ebenfalls aus Rio – produzieren ein rockendes Funk-Capoeira-Biest, während DJ Edgar ein raues Percussion-Untier kreiert. EDU K selbst steuert noch eine tempogedrosselte Reggae-Version zu, die dennoch sehr funky die Hüften zum schwingen bringt. Ein Runde Angelegenheit, man darf auf das Album gespannt sein ...


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MELZ FASHION






Ausgabe 11/2006 ab sofort im Handel mit folgenden Themen: Chris Liebing, Cosmic Gate, Heiko Laux, Knee Deep, Milk and Sugar, M.A.N.D.Y., Chicago Special, etc. (www.raveline.de)





aus dem archiv:
August/September 2006 mit Plaid & Bob Jaroc, Movements 2, New Flesh, DJ Krush, DJ Spinna, etc.
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Juni/Juli 2006 mit Phoenix, Herbert, Boards Of Canada, Richard Dorfmeister vs. Madrid De Los Austrias, etc.
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Mai 2006 mit Adem, Dublee, Klein, Gnarls Barkley, Jamie Lidell, Zero DB, etc.
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April 2006 mit Morrissey, Gerd, Ursula 1000, Ascii Disko, Swayzak, Analord, etc.
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März 2006 mit Tosca, Nightmares On Wax, Urban Delights, Markus Güntner, Skye, etc.
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Februar 2006 mit Roy Ayers, Exillon, Voom Voom, Stereo Total, Microsillon EDU K und Prefuse 73
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Januar 2006 mit Egoexpress, Boozoo Bajou, Compost Black Label und dem Sampler Echo Beach.
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Dezember 2005 mit Colossus, Mattafix, Terry's Cafe, Secret Mommy, c/o Pop und Raz Ohara.
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November 2005 mit Dub Club, Marcus Worgull, Sofa Surfers, Jazzflora, Princess Superstar, Mozez, etc.
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Oktober 2005 mit Balkan Beat Box, Lotek Hi-Fi, Confutatis, Torpedo Boyz, Guido Schneider, etc.
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September 2005 mit Mr. Oizo, Sonar Kollektiv, Tosca, Goldfrapp, Frank Popp Ensemble, etc.
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August 2005 mit Superimposers, Egoexpress, Tocotronic, Fat Freddy's Drop, Boozoo Bajou, etc.
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Juli 2005 mit Funky Lowlives, Sell & Snackman, Rivera Rotation, Ferenc, John Tejada & Adrian Leviste, etc.
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Juni 2005 mit Gilles Peterson in Africa, Urbs, Lawrence, Bebel Gilberto, Richard Davis, Roisin Murphy, etc.
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Mai 2005 mit Superpitcher, Maximo Park, Boom Dip, Recloose, Kosma, Mack and MKB, etc.
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