22.11.2004:

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das jahr neigt sich dem ende, da gibt es natürlich in bewährter furzform (s. heft 10.2004) einen rückblick auf die kracher von 2004. der beginnt bei gitarren, geht über minimale, elektroide und ähnliche beats und landet bei pop: dank an franz ferdinand (gleichnamig) für wahnsinnsplatte und -liveauftritt, dank an lawrence (the absence of blight) für ein minimales hörvergnügen, dank an alter ego (rocker) und beanfield (tides – carl craig und soulpatrol remixe) für tanzflächenvergnügen, dank an air (walkie talkie) für ihren klangkosmos und ein großer dank an phoenix (alphatetical) für das comeback des jahres. und bei den freundlichen franzosen setze ich auch mit den aktuellen platten an, denn gerade haben sie ein livealbum veröffentlicht (thirtydaysago), welches ihre livequalitäten eindrucksvoll präsentiert. aufgenommen auf diversen konzerten in skandinavien, zeigen sie hier, das bloßes abspielen der lieder nicht in frage kommt. es wird improvisiert, es wird kommuniziert mit dem publikum und es wird einfach zelebriert. ein schuß magie, ein bisschen teenieschwarm, aber auch antiheld und slackertum. phoenix gehört die bühne. die bühne gehört euch! +++ eine bemerkenswerte compilation gibt es vom sonar kollektiv: „secret love – a view on folk“. jazzanova und dj resoul würdigen mit ihrer kollektion ein genre, dass einen nicht zu unterschätzenden einfluss auf viele djs und produzenten hat. auf dieser scheibe finden sich 15 folkinspirierte tracks, von huskie rescue, über 4hero, bis zu beta band. feinperlige songs, die sanft in die gehörgange und ein wonniges gefühl auslösen! +++ ein klassische nu jazz nummer gibt es von marc moulin. „silver (who stole the groove?)“ (blue note rec.) ist die vorabsingle seines kommenden albums „entertainment“ und fusioniert jazzelemente mit groove und beat. das wirkt sehr flüssig, kein bisschen konstruiert, perfekt für den club. ich freue mich aufs album. 
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 22.11.2004:

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gravenhurst – black holes in the sand (warp) wenn eine neuerscheinung perfekt in die fiese, nasskalte jahreszeit passt, dann wohl diese. nick talbot a.k.a. gravenhurst benutzt seine gitarre mal folkig, mal psychedelisch, lässt seine stimme traurig darüberfliessen bis ein bittersüsser melancholiecocktail entsteht. die verzweifelte stimmung findet ihren höhepunkt definitiv in der genialen coverversion des hüsker dü klassikers „diane“. da möchte man einfach nur noch trösten. zwar ist diese lp mit nur sechs songs eher eine ep, aber jedes einzelne stück erzeugt eine unglaubliche atmosphäre, die vom weltschmerz gezeichnet, aber auch außerirdisch klingen kann. ein zeitloses stück musik, da es sowohl traditionell als auch progressiv ist. und wenn man es in eine schublade verstauen möchte, dann in die, in der schon die kings of convenience lagern – wer die mag, sollte diesen tonträger keinesfalls verschlafen. +++ allerdings hat nick noch scharfe konkurrenz beim kampf um die emotionalste platte des monats. elliott smith’s ganz sicher letztes album „from a basement on the hill“. ob mr. smith sich selbst entschloss seinem leben ein ende zu setzten oder ob er gewaltsam starb, ist bislang ungeklärt. klar ist nur, dass seine freunde das von ihm fast fertig gestellte album gemastert und nun veröffentlicht haben. das sechste soloalbum des künstlers scheint wie eine fusion seiner vorherigen werke, mal akustisch-minimal, dann wieder energetisch-rockig und theatralisch produziert, aber immer eigenwillig, manchmal schräg und vor allem immer traurig, verzweifelt und aufgewühlt mit fragiler stimme – alles in allem bittersüß, niemals kitschig. +++ alle platten bekommt ihr natürlich beim gebäck- und schallplattenhändler eures vertrauens. |